Bericht zur Konzertreise 2011

E-Mail Drucken PDF

Mönchengladbacher Orchester erobert englische Bühnen


Nach dem Besuch des „Gateshead Youth Orchestra, (geleitet von John Treherne / Head of Gateshead Schools' Music Service)“ im Jahre 2010 wurde das Jugendblasorchester der Städtischen Musikschule Mönchengladbach (geleitet von Professor John Kikken) zu einem Gegenbesuch nach Gateshead, England eingeladen. Neben der Unterbringung in Gastfamilien und einem Internat waren die beiden Konzerte besondere Höhepunkte der Reise.

Nach einer nächtlichen Fahrt mit der Fähre ab Amsterdam erreichten die knapp 50 Musiker/innen endlich die nordenglische Küste. Ein Reisebus fuhr sie dann direkt zum „Beamish Open Air Museum“, wo sie das altenglische Leben kennen lernen durften. Unter anderem gab es folgende Attraktionen: alte Trams, ein altes dampfangetriebenes Karussell sowie ein Bergwerk, was besucht werden konnte. Zur Freude Aller gab es einen prallvollen Süßigkeitenladen sowie typisch für England: Fish’n‘Chips.

Nach einem dreistündigen Aufenthalt ging es schnurstracks weiter zum Konzert in der Whickham Church, was ein voller Erfolg war. Besonders das Werk „Give us Peace“ wurde sehr begeistert auf genommen.

Mit tosendem Applaus neigte sich der erste Tag schon dem Ende zu. Ziemlich müde wurden die meisten Mitglieder von den jeweiligen Gastfamilien herzlich in Empfang genommen, während ein kleiner Teil der Orchesters in einem Internat Unterkunft fand.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch der Kunstgalerie „The Baltic“. Vor diesem konnte man die Millennium Bridge bestaunen, die Gateshead mit Newcastle über den Fluss Tyne verbindet. Ein anschließender Besuch der weltberühmten Konzerthalle „The Sage Gateshead“ inspirierte die jungen Musiker, noch härter zu arbeiten, um dort später selber einmal musizieren zu dürfen. Bevor sie zum „Lunch“ entlassen wurden, gab es in der St. Marys Church einen Vortrag über die alte Baukunst, sowie ein kleines Privatkonzert einer Gastmutter, was alle begeisterte. Die Mittagszeit wurde in den jeweiligen Gastfamilien unterschiedlich gestaltet, manche fuhren in das berühmte große Shoppingcenter, an den Strand oder aßen einfach gemeinsam gemütlich zu Mittag.

Das zweite Konzert fand im „Playhousetheater“ statt, was einem großen Theatersaal glich. Auch dieses Konzert war ein voller Erfolg und begeisterte die dort Anwesenden. Glücklich aber erschöpft ging der zweite Tag dann auch schon in den Gastfamilien zu Ende.

An dem Montag stand leider schon der Abschied von den Gastfamilien bevor, die die Musiker so gastfreundlich und herzlich aufgenommen hatten.

Dann startete der Tag indem der Bürgermeister „Cuncillor Joe Mitchinson, Mayor of Gateshead“ das junge Orchester empfing. Er zeigte ihnen seine Robe, die seit 1851 Tradition ist, den Parlamentraum und sein Arbeitszimmer, wo sie sich in dem Gästebuch der Stadt Gateshead verewigen durften. Mit Süßigkeiten versorgt, konnte dann auch die Unterschrift der Queen höchstpersönlich bestaunt werden.

Bevor es wieder auf die Fähre ging, besuchte das Orchester noch den etwas abseits liegenden Hadrianswall , wo man nicht nur den alten römischen Grenzwall bewundern kann, sondern auch den atemberaubenden Blick, der bei Sonnenschein sogar bis nach Schottland rüberreicht, genießen kann.

Nach der Fahrt durch die herrliche Landschaft, checkten sie dann wieder bei DFDS Seaways ein, um die Rückreise anzutreten. Bei einem stürmischen Seegang wurde die Übe(l)rfahrt dann aber eher als unangenehm aufgefasst, weswegen alle froh waren, nach 17stündigem Schaukeln endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Nichts desto trotz stiegen alle traurig mit dem Wissen, sich bald trennen zu müssen, in den Bus ein, denn nach dieser wunderbaren Orchesterfahrt und einer Menge Spaß war der Zusammenhalt stark gewachsen.

Wieder einmal festgestellt wurde, dass das gemeinsame Musizieren eine internationale Sprache ist, die man immer und überall versteht. Alles in allem war es eine tolle Fahrt, die wir gerne und jederzeit wiederholen würden und deswegen lange in schöner Erinnerung bleibt.


von: Mirjam Hoth und Melanie von Berg